Die habitable Zone

Acryl und Tusche auf Leinwand, Quadrat 140 x 140 cm, andere 140 x 100 cm, 2016

Während „Land“ im vergangenen Winter 2023/24 entstanden ist, stammt die Gemäldeserie hier im Raum und an dieser Wand bereits aus dem Jahr 2016. Ihr Titel ist „Die habitable Zone“, übersetzt heißt das „die bewohnbare Zone“. Die habitable Zone ist ein Begriff aus der Kosmologie. Es ist die Zone um einen Stern, in der Leben möglich ist, weil sie nicht zu weit entfernt und nicht zu nah dran ist an diesem Stern. Nur in dieser Zone ist, nach unserem heutigen wissenschaftlichen Kenntnisstand, die Entwicklung von Leben möglich. Mathematisch gesehen ist die kosmische habitable Zone ein rein geometrisches Konstrukt, sind es Kreise von ganz bestimmter Größe, die abhängig sind von physikalischen Werten. Dieses Konstrukt ermöglicht aber das Leben, es lässt Lebendiges entstehen. Grundlage der Bilder meiner Serie „Die habitable Zone“ ist auch Geometrie, „gemalt“ mit Stempeln in serieller Reihung. Ich hoffte, dass durch reine Geometrie und emotionslose physikalische Einwirkung Lebendiges möglich wird. Ist es mir gelungen ? Also natürlich nicht biologisch Lebendiges, aber bildlich Lebendiges zu erschaffen ? Und wer zeichnet, wer malt hier ? Ich traf bei jedem Bild vorweg eine Entscheidung, wie ich beim Stempeln vorgehe und habe beim stunden-, tage- und wochenlangen Stempeln nicht weiter in die Entstehung eingegriffen. Was beim Stempeln und danach mit dem Bild passiert und ob das klappt, ob daraus überhaupt ein „bildwürdiges“ und „lebendiges“ Ergebnis entsteht, wusste ich vorher nicht und die Einschätzung, ob das geklappt hat, überlasse ich euch. Ich finde schon, sonst würde ich die Bilder ja nicht ausstellen.